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"Ich will dem Buch ein individuelles Kleid geben. Es kann ein Arbeitskleid, aber auch ein Festtagskleid sein." 

Hugo Peller.

 Die Kunst Bücher zu binden, gibt es seit über zweitausend Jahren. Warum braucht man im Zeitalter von E-Book und Internet noch den Buchbinder?

Weil Inhalt und Form eine Einheit bilden sollten. Nur mal als Beispiel: Derselbe Kaffee schmeckt aus einer Porzellantasse besser als aus dem Pappbecher. Derselbe Brieftext wirkt von Hand geschrieben persönlicher als in einer E-Mail. Auch gehe ich lieber in Hemd und Hose zur Arbeit als im Trainingsanzug, auch wenn ich darin theoretisch derselbe Mensch bleibe. Taschenbücher sind die Pappbecher und Trainingsanzüge der Literatur. *

Hier tritt der Buchbinder in Aktion, der dem Buch Form-Maß-Schönheit verleiht, etwas von sich selbst einbringend auf den Inhalt eingeht und den Leser darauf einstimmt. Auch Alltagsbücher, wie Abschlußarbeiten oder Fotoalben verdienen einen schönen Einband. Wenn zum Beispiel die Bachelorarbeit, statt in Ringbindung, individuell fest eingebunden ist , zeigt das, das der Kandidat von seiner Arbeit überzeugt ist, seine Kür abliefert und nicht nur eine notwendige Pflicht erfüllt. Ein individuell gestaltetes Fotoalbum schaut man sich lieber an als Tausend Fotos auf dem Bildschirm.

* Marcus Krämer


 

 

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